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Schreibatelier Frölich

Michaela Frölich - Publizistin M.A.

„Wie also begann mein Leben?“

Was hilft uns, wenn wir über unsere ersten Lebensjahre schreiben wollen? Wir können mit dem arbeiten, was wir erzählt bekommen haben. Und wir können auf unser eigenes Gefühl vertrauen.

Erinnerungen, auf die wir zählen können

Auch wenn der Lebensanfang nicht unbedingt am Anfang einer Autobiografie oder einer Biografie stehen muss, gehört er doch zu einer umfassenden Lebensbeschreibung dazu. Meist wissen wir über unseren Start in diese Welt aus Erzählungen der Eltern oder Großeltern. Wer ältere Geschwister hat, kann auch auf Erinnerungen von ihnen zurückgreifen. Was hat man Ihnen erzählt, wie Sie das Licht der Welt erblickt haben? Darüber hinaus gibt es neben den Fakten, wie Geburtstag und -ort, vielleicht Fotos aus den ersten Lebensmonaten oder Dokumente, die Sie heranziehen können, um Ihren Stoff für die Beschreibung der ersten Lebenszeit zusammenzustellen.

Gedanken und Gefühle zum Lebensanfang

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen lassen sich die frühesten Kindheitserinnerungen nicht vor dem dritten Lebensjahr datieren. Ganz selten erinnern sich Menschen an die Zeit davor. Es ist jedoch möglich, sich achtsam mit dem Gesamteindruck dieser frühen Lebenszeit befassen.  Neben den Fakten und den Erzählungen ist es doch spannend nachzuspüren, wie Sie selbst die ersten Lebensmonate, die ersten drei Jahre wahrgenommen haben könnten.

  • Welches Gefühl stellt sich ein, wenn Sie an die Erzählungen aus dem Familienkreis denken?
  • Was bedeutet es zum Beispiel im Frühjahr, im Sommer, im Herbst oder Winter geboren worden zu sein?
  • Welche Gedanken umkreisen Sie, wenn Sie sich Ihr Zuhause der frühen Kindheit ins Gedächtnis rufen?
  • Welche Fragen tauchen in Ihrem Inneren auf, wenn Sie sich die historischen Ereignisse Ihres Geburtsjahres durch den Kopf gehen lassen? Wenn Sie dem Zeitkolorit Ihrer ersten Lebensjahre nachspüren?
  • Wie viel von Ihrer Umgebung haben Sie (noch) unbewusst mitbekommen?

Nehmen Sie sich ein wenig Zeit.  Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Wenn Sie die Chance haben, mit Menschen zu sprechen, die diese Zeit mit Ihnen gemeinsam erlebt haben, tauschen Sie sich aus.  Nehmen Sie wahr, wie ähnlich oder unterschiedlich die Erinnerungen und Eindrücke an diese Zeit sind.

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